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SV Teutonia Wallroth

Kurz nach dem Ersten Weltkrieg gründeten insgesamt 19 sportbegeisterte Dorfbewohner einen Sportverein, um abseits des politischen Geschehens der gemeinsamen Leidenschaft der Körperer-tüchtigung zu frönen. Dabei stand Fußball nicht einmal im Mittelpunkt sondern vielmehr fand die Leichtathletik damals ganz besondere Beachtung.
Als Mitwirkende des damaligen Sportbetriebes und als Vereinsgründer sind namentlich bekannt:

 Georg Möller, Heinrich Fehl, Nikolaus Kreß, Johannes Möller,
 Johannes Rüffer, Daniel Herche, Nikolaus Knöll, Heinrich Möller,
 Hermann Bagus, Heinrich Knöll, Heinrich Kreß I, Georg Lotz,

 Johannes Lotz, Heinrich Möller II, Heinrich Kreß II, Georg Kreß
 Adam Augsburg, Adam Rosenberger, Heinrich Möller III


Die Gründungsversammlung fand am 23.10.1920 statt. Als 1. Vorsitzender wurde Georg Möller gewählt. Als Vorstandsmitglieder standen ihm Heinrich Fehl (Schriftführer) und Nikolaus Kreß (Kassierer) zur Seite. Im weiteren Vorstand befanden sich Johannes Möller, Johannes Rüffer, Daniel Herche und Nikolaus Knöll.


Damals wurden noch alle wichtigen Entscheidungen im Rahmen der Mitgliederversammlungen nach dem Mehrheitsprinzip getroffen. Allerdings durfte gemäß der Satzung bei den Versammlungen niemand ohne Genehmigung des Vorstandes das Wort ergreifen. Unbotmäßiges Verhalten wurde zuweilen mit der Androhung des Vereinsausschlusses sanktioniert. Nicht selten kam es wegen der Lösung vereinsinterner Probleme zu Zerreißproben unter der Mitgliedschaft. Dennoch überstand der Verein recht unbeschadet die Turbulenzen der Gründerjahre.

 

Magdlos-Wallroth 1950

Trotz der Kapriolen der damaligen Wirtschaftspolitik (zur Begleichung der Unkosten musste am 22.09.1923 eine Sonderumlage für Jugendliche von 500.000 RM und für Erwachsene von 1.000.000 RM erhoben werden!) kam das Vereinsleben nicht zum Erliegen. Vor allem die Leichtathletik mit 100-, 400- und 1000-M-Läufen bestimmte das Vereinsleben. Erst später gewann der Fußball dominierende Bedeutung.
Einen wesentlichen Beitrag hierfür leistete sicherlich die Entwicklung in den Nachbardörfern, aber auch die Tatsache, dass das erste Spiel gegen Hintersteinau (mit 6er-Mannschaften) gewonnen wurde. Da machte es auch nichts aus, dass das zweite Spiel gegen Magdlos verloren ging.
Selbst der Gewinn der Vereinsstaffel auf dem Kreissporttag in Schlüchtern im Jahre 1931 konnte der Leichtathletik nicht mehr den alten Stellenwert zurückgeben.
Das Gewicht der Vereinstätigkeiten verlagerte sich immer stärker hin zum Fußball. Nur noch selten wurden andere Aktivitäten, wie das Theaterspielen gepflegt. Dies ist auch deshalb verwunderlich, weil gerade das Fußballspielen mit einer ganzen Reihe von Widrigkeiten verbunden war. So fehlte es durchweg an Sportkleidung und an Fußballschuhen. Auch die Beschaffung eines Balles stellte den Verein regelmäßig vor große Probleme. Die Anreise zu den Spielen erfolgte nicht selten zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Erst später waren gemeinsame Busreisen obligatorisch.
Dann brachte der Zweite Weltkrieg das Vereinsleben von 1938 bis 1945 völlig zum Erliegen.
Nach dem Krieg war der Neuanfang allerdings sehr schwer, da es an allem fehlte. So wurde die seinerzeitige Militärregierung in Schlüchtern um eine einmalige Zuwendung für die Beschaffung von Sportkleidung gebeten. Da man keinen eigenen Ball mehr besaß, wurde der Landessportbund Hessen um Hilfe gebeten. Dieser versagte jedoch die Unterstützung, da der Verein eine Vorleistung in Form einer Meldegebühr von 50 DM erbringen sollte. Dies war aber nicht möglich.
Deshalb griff Wallroth erst in der Verbandsrunde 1947/48 in das Spielgeschehen ein. Von nun an fand der Verein wieder zu alter Kontinuität zurück. Ab 1953 konnte dann auch die Jugendarbeit aufgenommen werden.

Da jeder Spieler als Bezuschussung zum Schuh-Kauf 10 DM aus der Vereinskasse erhielt und auch Reparaturen über 1 DM vom Verein erstattet wurden, wurde die Vereinskasse sehr stark in Anspruch genommen. Der regelmäßigen Beitragszahlung kam deshalb eine wesentliche Bedeutung zu. Immer wieder waren aber einzelne Mitglieder finanziell überfordert. Der Verein reagierte mit harten Konsequenzen und schloss die Mitglieder aus.
All diese Probleme vermochten aber die Attraktivität des Vereins nicht zu schmälern. Der Mitgliederbestand stieg kontinuierlich an. Viele sportbegeisterte junge Männer aus Breitenbach und Höf und Haid verstärkten in Ermangelung eines eigenen Vereins das Wallrother Team. So kam es nicht von ungefähr, dass Wallroth bald eine starke Seniorenmannschaft präsentieren konnte.

 

In den Verbandsrunden 1955/56. 1957/58, 1961/62 und 1964/65 wurden jeweils Meisterschaften in der B-Klasse Schlüchtern errungen.<br><br>
Als Mitte der 60iger Jahre viele Breitenbacher Spieler zum eigenen Verein abwanderten, schwand aber die Leistungskraft der Wallrother Seniorenmannschaft deutlich.
Es dauerte dann viele Jahre, bis ein ähnlicher Erfolg wiederholt werden konnte. In der Verbandsrunde 1980/81 gelang unter Trainer Denhard der ersehnte Aufstieg in die damalige A- und heutige Bezirksklasse, in der Wallroth - ausschließlich mit eigenen Spielern - drei Jahre mithalten konnte. Ein weiterer Erfolg war der Gewinn der Fußballstadtmeisterschaft im Jahre 1981 in Vollmerz.
Ganz wesentlich waren die damaligen Erfolge durch die Herrichtung eines neuen Sportplatzes in Dorfnähe und den Bau eines Vereinsheimes in den Jahren 1977 und 1978 beeinflusst. Die besseren Trainingsbedingungen und die neue Vereinsatmosphäre hatten der Mannschaft einen zusätzlichen Leistungsschub verliehen.



Allerdings konnte trotz dieser Rahmenbedingungen die Leistungsstärke der Seniorenmannschaft nicht konserviert werden. Schon bald nach dem Abstieg in die A-Klasse im Jahre 1984 kam es zu einem erneuten Abstieg von der damaligen B- in die C-Klasse, die heute wieder B-Klasse heißt.


Im Jahre 1987 wurde durch die Gründung eine Damengymnastikgruppe das Vereinsleben zusätzlich bereichert.
Im Jugendbereich gibt es seit einigen Jahren eine bewährte Spielgemeinschaft mit Breitenbach und Hintersteinau.

Aufgrund der immer geringer werdenden Anzahl eigener Spieler wurde dann im Jahr 1996 über die Eingehung einer Spielgemeinschaft nachgedacht. Da im Nachbarort Breitenbach das gleiche Problem herrschte, einigte man sich auf eine Zusammenarbeit ab der Saison 1997/1998. Diese "Ehe" hielt insgesamt 5 Jahre, wobei der Aufstieg in die A-Klasse im Jahr 2000 den Höhepunkt darstellte. Allerdings stieg man im darauffolgenden Jahr gleich wieder in die B-Klasse ab.



Nachdem dann die Zweckgemeinschaft mit Breitenbach im Jahr 2002 beendet wurde ging man eine Spielgemeinschaft mit Elm ein. Diese SG umfasste sowohl die erste und zweite Seniorenmannschaft als auch Frauen-Mannschaft und die "Alten Herren". Nach vier Jahren wurde diese SG dann ausgehend von Elmer Seite aufgelöst.

Ab der kommenden Saison 2006/2007 versucht man nun also, wieder eine eigenständige erste Seniorenmannschaft zu stellen. Zum Trainingsauftakt erschienen dazu 24 potentielle Spieler.
Im Juli 2006 beträgt die Mitgliederzahl 229, davon 40 weibliche und 189 männliche Mitglieder.

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“Wir sind hierher gefahren und haben gesagt: Okay, wenn wir verlieren, fahren wir wieder nach Hause.”
Marco Rehmer (u.a. Hertha BSC Berlin).

 

 


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